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Jugendfreizeiteinrichtung „Grimau“ bekommt einen Neubau an der Waldstraße

Ein Haus für viele Nutzer

Mehr Platz, flexible Raumaufteilung, bessere Angebote und vielfältigere Nutzungen: Diesem Anspruch soll der Neubau für die Jugendfreizeiteinrichtung (JFE) „Grimau“ gerecht werden. Im Herbst 2019 könnte Baustart sein.

Noch ist alles beengt, denn die  Jugendfreizeiteinrichtung nutzt lediglich einen Raum in der Heide-Grundschule an der Waldstraße 7. Doch in absehbarer Zeit braucht die Schule diesen Platz selbst. „Wir freuen uns auf die neuen Möglichkeiten, die sich durch den Umzug in eine moderne Freizeiteinrichtung ergeben“, sagt die JFE-Leiterin Simone Witt.
Inzwischen steht fest, welche vom Architekturbüro hertfelder vorgeschlagene Haus-Variante an der Waldstraße 37 umgesetzt werden soll. Sowohl das Bezirksamt als auch der Kiezbeirat favorisieren den ersten Vorschlag: Ein dreigeschossiges Gebäude mit heller Fassade, holzfarbenen Klinkereinsätzen und großen Fenstern. Der Neubau grenzt einerseits an eine fast gleich hohe Häuserzeile und nimmt Richtung Lohnauer Steig jeweils um ein Geschoss ab: Genau dort, wo sich Einfamilienhäuser anschließen. Zudem entstehen zwei Freiflächen für Veranstaltungen, zum Spielen oder Relaxen.
Das Besondere an der modernen Jugendfreizeiteinrichtung ist, dass sich das Haus auch nach außen öffnet. „Es gibt eine Nutzungserweiterung für den Sozialraum“, formuliert es Annett Metzner, Regionalleiterin im Treptow-Köpenicker Jugendamt. Denn ein rund 150 Quadratmeter großer Raum im Erdgeschoss kann beispielsweise für Familienfeiern angemietet werden: auch am Wochenende. Eine Küche schließt unmittelbar an und der gesamte Bereich ist separat abschließbar. Auf dieser Ebene befinden sich außerdem ein Spielbereich und ein Medienraum.
Im ersten Obergeschoss ist auf 70 Quadratmetern viel Platz zum Bewegen, es gibt ausreichend Lagermöglichkeiten sowie eine Werkstatt und einen Multifunktions-Familienraum. Eine Etage darüber stehen Flächen zum Basteln, für „Soziale Gruppen“ und das Personal zur Verfügung. „Der Clou ist der Dachgarten, der für unterschiedliche Zwecke genutzt werden kann“, sagt Architekt Siegfried Hertfelder. Im Keller bestehen Lagerkapazitäten sowie Hausanschluss-Bereiche.
Annett Metzner vom Jugendamt betont, dass ihr dieser Gebäude-Entwurf am besten gefällt, weil die Raumaufteilung praktisch sei, die Freiflächen gut genutzt werden könnten und eine Dachbegrünung gut ins Konzept passe.
Das Architekturbüro hatte in einer zweiten Variante den Baukörper anders auf dem Grundstück angeordnet: teilweise von der Straße in die Mitte gezogen. Im Flächenbedarf sind beide Entwürfe ungefähr gleich.
Mehrheitlich geben auch die Mitglieder des Kiezbeirates dem Vorschlag mit der großen Dachterrasse den Vorzug. „Wir halten es aber für wichtig, unbedingt Jugendliche an der räumlichen Planung zu beteiligen“, betont Stefanie Hildebrandt. Zudem sollte überprüft werden wie  Nutzungen für andere Zielgruppen – beispielsweise Familien, junge Erwachsene und Frauen gelingen kann. „Denn hierfür fehlen im Kiez Angebote“, sagt die Adlershoferin.
Annett Metzner bestätigt: „Auf jeden Fall beziehen wir die Hauptnutzer in die konkreten Planungen ein, aber dafür ist es derzeit noch zu früh.“
Zunächst geht es darum, in diesem Jahr Fördergelder für den rund zwei Millionen teuren Neubau einzuholen. „Wenn alles planmäßig verläuft, könnten im Herbst nächsten Jahres die Bauarbeiten beginnen“, kündigt die Jugendamtsmitarbeiterin an. Anfang 2021 ist das multifunktionale Haus dann nutzbar. Das Bezirksamt wird die Einrichtung mit fünf Mitarbeitern betreiben.

(Text und Interview: Steffi Bey)