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Konzept für eine Imagekampagne liegt vor

Kampagne für ein positives Lebensgefühl
Der Slogan „Wir Adler“ soll zur zentralen Aussage der Imagekampagne für das Aktive Zentrum Dörpfeldstraße werden. Einen ersten Konzept-Entwurf präsentierte das Büro „georg + georg“ Ende August vor dem Kiezbeirat.

„Es geht um versteckte Qualitäten – um Liebe auf den zweiten Blick“, sagte Johannes Hayner von der Werbeagentur „georg + georg“ zu Beginn der Veranstaltung. Vermittelt werden soll mit der Kampagne ein positives Lebensgefühl in und um die Dörpfeldstraße. Zudem geht es darum, Traditionen herauszuheben und auch den Wissenschaftsstandort mit einzubeziehen.

Auf jeden Fall bilden die Bewohner Adlershofs das zentrale Element des Projektes. „Weil sie sich stark mit ihrem Stadtteil identifizieren, außerdem offen, authentisch, familiär und geradeaus sind“, betonte Volker Kuntzsch.

Die beiden Kommunikationsdesigner tauchten in den zurückliegenden Monaten nicht nur in die Geschichte Adlershofs ein, sondern beschäftigten sich intensiv mit den Menschen, die dort leben und arbeiten. Sie führten viele Gespräche, sahen sich vor Ort um und entwickelten eine Kampagne, die das oft negativ belegte Bild des Kiezes in ein besseres Licht rücken soll.

Sie entwarfen Schriftzüge, designten ein Maskottchen und stellten jede Menge Plakate zusammen. Erste Entwürfe wurden den Mitgliedern des Kiezbeirates vorgestellt. Die Protagonisten auf den Fotos werden später durch „echte Adlershofer“ ersetzt. „Wir wollen sie dann mit typischen Accessoires und in authentischer Umgebung darstellen“, erklärte Hayner. Das könnten beispielsweise ein Imbissverkäufer oder jemand aus dem Kiezbeirat sein. „Durch das Motiv soll augenzwinkernd oder auch selbstironisch eine Botschaft rüberkommen und Nachbarn sich darin wiedererkennen“, machte Kuntzsch deutlich.

Zehn bis 16 verschiedene Plakat-Motive schlagen die Kommunikationswirte vor, die später im Kiez angebracht werden: Am Bahnhof, an Tram-Haltestellen, an Laternen oder direkt im Eingangsbereich der Dörpfeldstraße.

In „einer zweiten Welle“, so bezeichnen die Fachleute ihren Projekt-Verlauf, gibt es Bilder mit unterschiedlichen Statements: Adlershofer verkünden mit ihrer eigenen Handschrift, warum sie gerne in diesem Stadtteil leben oder arbeiten. „Eine Art versteckte Liebeserklärungen an den Kiez“, sagt Johannes Hayner.

Auch eine Baukampagne mit Maskottchen „Dörte“ ist geplant. Der kleine Adler mit dem Helm soll positiv auf bevorstehende Arbeiten einstimmen.

Videoclips schlagen die Experten ebenfalls vor: Mit Charakterköpfen auf beiden Seiten des Adlergestells.

Das Feedback der Kiezbeirats-Mitglieder fiel überwiegend positiv aus. Nach der Präsentation wurde allerdings kontrovers diskutiert. Bedenken wegen des Adlers wurden laut und stattdessen der Slogan „Wir Adlershofer“ vorgeschlagen. Kiezbeiratssprecher Timo Kabsch und Ralf Prengel begrüßten allerdings den „Adler-Vorschlag“: „Damit bietet sich die Chance, Adlershof neu zu definieren, denn viele von außerhalb verbinden damit bisher ausschließlich das WISTA-Gelände“, erklärte Prengel.

Für Udo Zaschel, Koordinator für das Programm „Aktives Zentrum“ aus dem Fachbereich Stadtplanung, wird mit der Kampagne die Diskussion angeregt: „Wenn es alle auf Anhieb toll finden, haben wir was falsch gemacht“, denn über Selbstverständliches redet niemand. Auch soll die Neugier „der Menschen auf der anderen Seite des Adlergestells geweckt werden.“ Christine Bellot vom Geschäftsstraßen-Management betonte, dass eine Imagekampagne stets mit Überspitzungen arbeite und bewusst provoziere.

Mitarbeiter von „georg + georg“ werden Ergänzungen und Anregungen aus der ersten öffentlichen Präsentation aufgreifen. Bis zum Herbst soll das Konzept dann endgültig vorliegen. „Ende Oktober ist ein Gespräch mit den Fördermittelgebern geplant, auf dem wir erfahren, wann wir beginnen können, die Imagekampagne umzusetzen“, kündigt Geschäftsstraßen-Managerin Regina Roß an.

(Text: Steffi Bey)