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Kulturzentrum "Alte Schule"

Am 5. Juni 1998 wurde in der Dörpfeldstraße 54-56 in Berlin-Adlershof ein neues Kulturzentrum eröffnet: Die erste Dorfschule Adlershofs, ein denkmalgeschützter, klassizistischer Backsteinbau und eines der ältesten Gebäude Treptows wurde umfangreich restauriert. Das kommunale Kulturzentrum Adlershof "Alte Schule" bietet seitdem ein vielfältiges und komplexes Angebot sowohl für den Kiez als auch für den Bezirk und über seine Grenzen hinaus. Hier entstand ein multifunktionales und ressortübergreifendes Begegnungszentrum für die verschiedensten Interessengruppen, Generationen und Kulturinitiativen.
Im Gebäude fest angesiedelt sind die Stefan-Heym-Bibliothek, der Seniorentreff, die Heimatstube des Ortschronisten, die Galerie für zeitgenössische Kunst und seit dem Sommer 2005 der Fachbereich Kultur mit dem bezirklichen Kunstverleih / Artothek.

Der große Veranstaltungsraum im Erdgeschoss des Eingangs Nr. 54 (Restaurant) bietet Platz für etwa 60 Personen, hier finden vielfältige Veranstaltungen statt: Tanztee für Senioren, Kleinkunstprogramme, Lesungen, Ausstellungen, Vorträge des Ortschronisten oder auch Schachturniere. An den Wochentagen wird durch den Ghost e. V. ein preiswerter Mittagstisch angeboten (Ghosteria). Hier finden regelmäßig Ausstellungen zur Heimatgeschichte, Präsentationen des Kunstverleihs oder von Workshop-Ergebnissen statt. Auf dieser Gebäudeseite befinden sich auch der Seniorentreff und die Kurs- und Versammlungsräume.

Im Eingang Nr. 56, über der Stefan-Heym-Bibliothek, befindet sich die Galerie Alte Schule, deren attraktive Räume zu den schönsten bezirklichen Ausstellungsräumen der Stadt gezählt werden können. Sie stellt das kommunale Zentrum für zeitgenössische Kunst in Treptow-Köpenick dar. Jährlich werden hier ca. sieben Ausstellungen aller künstlerischen Genres präsentiert: Malerei, Grafik, Fotografie, Bildhauerei, Videokunst bis hin zu angewandten künstlerischen Bereichen. Neben herausragenden Künstlern des Bezirkes werden regelmäßig internationale Projekte vorgestellt, die die künstlerischen Angebote ergänzen und sowohl unseren Besuchern des näheren Umkreises als auch überregionalen Besuchern und Gästen der Stadt interessante Einblicke in verschiedene Positionen der Bildenden Kunst ermöglichen. Zum Ausstellungsprogramm gehört ebenfalls die regelmäßige Präsentation der Jungen Kunst, die damit Einblicke in aktuelle Tendenzen und Entwicklungen der Kunstszene gestattet.

Die Ausstellungseröffnungen werden jeweils durch hochwertige musikalische Programme ergänzt und erhalten damit oft einen Event-Charakter, der von den Besuchern mit großem Interesse angenommen wird. Zu den Ausstellungen werden Künstlergespräche oder auch thematische Veranstaltungen angeboten.
Eine Annäherung an die zeitgenössische Kunst können unsere Besucher auch über Kurse und Workshops erfahren, die regelmäßig unter professioneller Anleitung stattfinden. Eine schnelle Anmeldung ist jedoch empfehlenswert, da die Anzahl der Plätze begrenzt ist, um ein effektives Arbeiten zu ermöglichen. Die Konditionen für Kurse und Workshops sind denen der Volkshochschule angeglichen.

Seit kurzem habe wir ein besonderes Angebot für Vorschulkinder: Science lab – Wissen macht Spaß! In diesem altersgerecht konzipierten Kurs lernen die Kinder durch einfache Experimente, die Welt der Naturwissenschaft und Technik zu begreifen.

Jährlicher Höhepunkt: ist das traditionelle Adlershofer Herbstfest im September, das mit vielfältigen Veranstaltungsangeboten und Kooperationspartnern zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens in unserem Ortsteil wurde.


Adresse
Kulturzentrum "Alte Schule"
Dörpfeldstraße 54-56
12489 Berlin

Konzept zur Umgestaltung der „Alten Schule“

Bis Ende 2018 liegt das Konzept zur Umgestaltung der „Alten Schule“ vor
Aufstocken und sanieren: Das Kulturzentrum „Alte Schule“ wird aufgewertet


In welcher Reihenfolge die anvisierten Baumaßnahmen erfolgen, soll in den nächsten Wochen geklärt werden. Fest steht: Im Dezember liegt ein abgestimmtes Konzept vor. „Dann sind hoffentlich die Bauvorplanungsunterlagen samt abgestimmtem Nutzungskonzept fertig“, erklärt Udo Zaschel, verantwortlicher Koordinator für das Programm „Aktives Zentrum Dörpfeldstraße“ im Bezirksamt Treptow-Köpenick. Auch „klärende Gespräche mit den Fördermittelgebern sowie der Unteren Denkmalschutzbehörde“ sind bis dahin gelaufen. „Wir wissen zu diesem Zeitpunkt relativ genau, was die großangelegte Maßnahme kostet“, ergänzt er.

Bislang gebe es nur eine grobe Kostenschätzung. Demnach sind für die Umgestaltung des Denkmals an der Dörpfeldstraße fünf Millionen Euro vorgesehen – zehn Prozent davon trägt der Bezirk. Voraussichtlich wird dieser Betrag jedoch nicht ausreichen, die Schäden am Gebäude sind doch gravierend.

In diesem Sommer wurden ein Architekturbüro sowie ein Technik- und ein Statikbüro mit der konkreten Planung beauftragt. In den nächsten Wochen führen die Fachleute zu den Anforderungen an das Gebäude auch Gespräche mit den Nutzern. Zu klären sind beispielsweise Fragen wie ein teilweiser Leerzug des Gebäudes umgesetzt werden kann und ob während der Bauphase Container aufgestellt werden müssen, um die Angebote des Kulturzentrums aufrecht zu erhalten.

Ob das traditionelle Herbstfest auch nächstes Jahr wieder auf dem Gelände der „Alten Schule“ stattfindet, entscheide sich erst, wenn die detaillierten Planungsunterlagen vorliegen, betont Zaschel aus dem Fachbereich Stadtplanung. (Text: Steffi Bey)