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Umbau der Radickestraße

Die Radickestraße wird ab April 2026 verkehrssicher umgebaut.
Hier finden Sie die Informationen zum Planungsstand.


Rückblick auf die Informationsveranstaltung am 11.02.2026

Am 11.02.2026 fand die Informationsveranstaltung zur Umgestaltung der Radickestraße statt. Die geplanten Maßnahmen wurden von den beteiligten Akteuren vorgestellt, die Besucher*innen bekamen im Anschluss die Möglichkeit für Rückfragen. Die Präsentation zur Veranstaltung finden Sie hier. 


Ausgangslage

Die Radickestraße ist eine östlich der Dörpfeldstraße parallel verlaufende Straße. Sie ist zwischen dem Adlergestell und der Zinsgutstraße, ca. 950 m lang. Die Radickestraße sowie einige vom ÖPNV befahrene Querverbindungen haben einen auf das Pflaster aufgebrachten Asphaltbelag. Damit wird dieser Straßenzug auch als Ausweichtrasse für die Dörpfeldstraße genutzt. Die relative Breite der Straße erlaubt in einem Teil der Radickestraße ein beidseitiges Längsparken. Im Bereich der Haltestellen des ÖPNV und der Anna-Seghers-Schule besteht ein absolutes Halteverbot. Anlagen oder Schutzbereiche für den Radverkehr bestehen (noch) nicht. Dafür wurde die Radickestraße im Zielergänzungsnetz des integrierten Verkehrs- und Freiraumkonzepts (IVFK) von 2016 als Radroute vorgesehen.

2023 wurde eine Machbarkeitsuntersuchung zum Umbau der Radickestraße durchgeführt. Diese finden Sie hier.
Ziel der dieser Studie war es, in Varianten Lösungen zu entwickeln und aufzuzeigen, für ein ergänzendes und verbessertes Angebot für den Radverkehr zur umgebauten Dörpfeldstraße. Dabei wurden integrierte Lösungsansätze verfolgt, die alle Verkehrsträger berücksichtigen, insbesondere eine gutes ÖPNV-Angebot.

Die besondere planerische Herausforderung für den Umbau in der Radickestraße sind die Anforderungen der verschiedenen Verkehrsträger, die dadurch zustande kommen, da die Radickestraße zwischen Adlergestell und Nipkowstraße Teil des übergeordneten Straßennetzes,
des ÖPNV-Vorrangnetzes und des Radverkehrsnetzes ist.

Um eine attraktive Radverbindung zu schaffen und zusätzlich die Verkehrssicherheit, besonders im Bereich der Anna-Seghers-Schule, zu verbessern, soll die Radickestraße umgestaltet werden.


Geplante Maßnahmen

Aus den Ergebnissen der Machbarkeitsuntersuchung wurde die Kombinationslösung aus Mischverkehr und Fahrradstraße als Vorzugsvariante für die Umgestaltung der Radickestraße ausgewählt. Der westliche Bereich der Radickestraße, zwischen Adlergestell und Nipkowstraße, wird somit als Mischverkehrsfläche beibehalten. Der östliche Bereich der Radickestraße, zwischen Nipkowstraße und Zinsgutstraße, wird als Fahrradstraße ausgewiesen. Eine zusätzliche Ausweisung des verbleibenden Abschnitts der Radickestraße als Fahrradstraße würde den Komfort der Radfahrenden zusätzlich erhöhen, ist jedoch aufgrund des vorhandenen ÖPNV-Verkehrs nicht möglich. Eine veränderte Busführung ist in diesem Bereich nicht kurzfristig umsetzbar und mit weiteren umfassenden Maßnahmen verbunden, die nicht im Förderzeitraum des Förderprogramms realisiert werden können. 

Weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, besonders im Bereich der Anna-Seghers-Schule, werden umgesetzt. In diesem Rahmen soll für Schülerinnen und Schüler der Anna-Seghers-Schule der Schulweg sicherer und der Verkehr in der Radickestraße langsamer werden. Vor der Schule wird die Straße zur besseren Querung mit Gehwegvorstreckungen eingeengt. Außerdem sollen die Kreuzungsbreiche entlang der Radickestraße durch neue Straßenmarkierungen übersichtlicher und sicherer gestaltet werden. Die Bushaltestelle Radickestraße/Nipkowstraße wird zudem einseitig barrierefrei ausgebaut. Außerdem soll die Fahrbahndecke erneuert werden.

Für Radfahrerinnen und Radfahrer wird die Radickestraße eine sichere Alternative zur engen, konfliktreichen Dörpfeldstraße und an das übergeordnete Radwegenetz angebunden. Die Dörpfeldstraße wird somit entlastet und die Verkehrssicherheit in der Radickestraße für alle Verkehrsteilnehmenden gestärkt.

Die Machbarkeitsstudie inklusive Planungsunterlagen finden Sie hier


Baustelleninformationen

Die Umsetzung des Umbaus ist in der Zeit für folgenden Zeitraum geplant: 14. KW 2026 (Mitte April) bis 27. KW 2026 (Anfang Juli)

Während der Baumaßnahme werden die Buslinien 162 und 164 über Adlergestell, Otto-Franke Str. und Glienicker Weg umgeleitet. Die Haltestellen Anna-Seghers-Str., Radickestraße / Anna-Seghers-Str. und Radickestraße / Nipkowstraße werden in dieser Zeit nicht angefahren. 


Häufig gestellte Fragen

Welche Auswirkungen hat der Umbau der Radickestraße für die Anwohnenden im Fördergebiet?

  • Durch den Umbau zur Fahrradstraße ist ein Befahren der Straße zwischen Nipkowstraße und Zinsgutstraße nur noch für Anlieger freigegeben. Der reguläre motorisierte Verkehr muss auf eine alternative Route ausweichen und kann diesen Abschnitt der Radickestraße nicht mehr durchfahren. Für die Radfahrenden im Gebiet und die Schüler*innen der Anna-Seghers-Schule bedeutet der Umbau mehr Sicherheit, die Anwohnenden profitieren durch eine reduzierte Verkehrsbelastung. 

Was ist die Besonderheit von Fahrradstraßen?

  • Motorisierter Verkehr muss sich in Fahrradstraßen an die Geschwindigkeit der Radfahrenden anpassen und darf diese weder gefährden noch behindern. Die maximal zulässige Geschwindigkeit sind 30 km/h. In Fahrradstraßen ist es den Radfahrenden gestattet nebeneinander zu fahren und die ganze Fahrbahnbreite zu nutzen. Die Mindestbreite für die Fahrgasse einer Fahrradstraße sind 4,0 m. Zum ruhenden Verkehr muss ein Sicherheitstrennstreifen freigehalten werden. 

Darf die Fahrradstraße ausschließlich von Radfahrenden befahren werden?

  • Nein. Durch das Anbringen eines Zusatzzeichens können andere Verkehrsarten ebenfalls zugelassen werden. Üblich ist das Zusatzzeichen „Anlieger frei“. Damit wird Bewohner*innen und Besucher*innen von Grundstücken mit Zugang über die Fahrradstraße die Benutzung der Straße erlaubt. Darin eingeschlossen sind u.a. auch Kund*innen von Geschäften, Lieferdienste oder die Müllabfuhr. Der motorisierte Verkehr muss sich jedoch an die Geschwindigkeit der Radfahrenden anpassen und darf diese weder gefährden noch behindern. 

Werden Stellplätze durch den Umbau der Radickestraße wegfallen?

  • Aufgrund der beschränkten Platzverhältnisse ist bei einem Umbau der Radickestraße nur noch einseitiges Parken zwischen Nipkowstraße und Adlergestell möglich. Durch den Umbau und die dazugehörigen Maßnahmen werden in der Radickstraße einige Stellplätze entfallen. Andere untersuchte, verworfene, Umbauvarianten hätten jedoch zu einem vollständigen Wegfall der Stellplätze geführt. Im Bereich der Fahrradstraße wird weiterhin beidseitiges Parken (eine Seite halbseitig auf dem Gehweg) möglich sein. Daher werden in diesem Bereich kaum Stellflächen entfallen.