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WIR ADLER

Zuhause an der Dörpfeldstraße

Mit der Plakatierung der Großfläche an der Dörpfeldstraße /Ecke Adlergestell startet ab September die Imagekampagne „Wir ADLER“ des Aktiven Zentrums in Adlershof.

Unter dem Slogan „WIR ADLER“ geht es um die Liebe auf den zweiten Blick. Die Liebe zu Adlershof. Die Imagekampagne, die den für die nächsten Jahre geplanten umfangreichen Stadtumbauprozess begleiten soll, wurde von der Kommunikationsagentur georg + georg konzipiert und in den vergangenen Monaten umgesetzt. Die Berliner Agentur setzt auf Adlershoferinnen und Adlershofer und das positive Lebensgefühl, das die hier Lebenden und Arbeitenden ausstrahlen. „Wir haben Menschen gesucht, die sich stark mit dem Stadtteil identifizieren, die offen, authentisch, familiär und geradeaus sind“, so Volker Kuntzsch und Johannes Hayner, künstlerische Köpfe und Namensgeber der Agentur.
Die Kampagne wurde bereits im vergangenen Jahr dem Kiezbeirat in Adlershof vorgestellt und diskutiert, und fand bei Anwohnern breite Zustimmung.
Ziel der Kampagne ist, das oft als negativ dargestellte Lebensgefühl in Adlershof positiv zu wandeln. „Wir Adlershofer oder kurz WIR ADLER setzen uns für eine zukunftsorientierte Entwicklung unseres Kiezes ein“ so der Bezirksstadtrat für Bauen, Stadtentwicklung und öffentliche Ordnung Rainer Hölmer, der auch an der Dörpfeldstraße zu Hause ist. „Die Gewerbetreibenden haben gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern und dem Bezirksamt darum gekämpft, dass es heute ein Aktives Zentrum Dörpfeldstraße gibt und die Geschäftsstraße sich zu einer lebendigen und lebenswerten Straße entwickeln wird.“
Unter dem Claim: „Zuhause an der Dörpfeldstraße“ werden bis Dezember 2019 zunächst sechs Persönlichkeiten aus dem Kiez vorgestellt. Zu ihnen gehören der Ortskenner Helmut Prochnow, der Maler und Grafiker Horst Bartnig, die Auszubildende Linnea Prengel, das Kiezbeiratsmitglied Andrea Kästner, das Ehepaar Mannigel und der Foto- und Modedesigner Holger Rother. Sie haben sich Orte und Räume ausgesucht, die zu ihrem Beruf oder zu ihrer Berufung passen. Mit einem ganz persönlichen Statement und ihrer eigenen Handschrift sagen sie, was sie mit Adlershof verbindet.

Die Motive der Imagekampagne werden am und auf dem Bahnhof, an Tram-Haltestellen, Bauzäunen, als Anzeige in der Berliner Woche und in der Adlershofer Zeitung zu sehen sein sowie in den sozialen Medien. In kurzen Videoclips, die auf der Internetseite aktives-adlershof.de gezeigt werden, kommen die Portraitierten persönlich zu Wort.

Unter dem Slogan: „WIR ADLER. Zuhause an der Dörpfeldstraße“ werden bis Dezember 2019 sechs Persönlichkeiten aus dem Kiez vorgestellt. Zu ihnen gehören der Ortskenner Helmut Prochnow, der Maler und Grafiker Horst Bartnig, die Auszubildende Linnea Prengel, Kiezbeiratsmitglied Andrea Kästner, Ehepaar Mannigel sowie der Foto- und Modedesigner Holger Rother. Sie haben sich Orte und Räume ausgesucht, die zu ihrem Beruf oder zu ihrer Berufung passen. Mit einem ganz persönlichen Statement und ihrer eigenen Handschrift sagen sie, was sie mit Adlershof verbindet.
 

Helmut Prochnow

Das erste Motiv mit Helmut Prochnow war schon kurz nach der Präsentation gesetzt. Der historische Brunnen auf dem Marktplatz gehört zu den denkmalschützten Bauten im Bezirk. Mit einem Augenzwinkern erzählt Helmut Prochnow die Geschichte des Löwen, der eigentlich ein Adler werden sollte. Aber wie so oft, scheiterte es auch vor gut 100 Jahren schon am Geld; der Löwe war schlicht und einfach preisgünstiger. Prochnow kennt nicht nur alle Ecken im Kiez, sondern beschäftigt sich seit Jahren mit der wechselvollen Geschichte des Stadtteils beidseitig der Bahntrasse. Die Ergebnisse seiner Forschungen hat er im Eigenverlag herausgebracht und Geschichtsliebhaber aus ganz Deutschland interessieren sich für seine Publikationen.

Horst Bartnig

Horst Bartnig, Maler und Grafiker, lebt und arbeitet seit über 30 Jahren an der Dörpfeldstraße, er bekennt heute „Farbe für Adlershof“. Mit seinen Markenzeichen – dem üppigen weißen Bart, den Schuhen in pink und grün, den Hosenträgern und der grünen Uhr dazu das gepflegte Schwarz des Anzugs – setzt er wirkungsvolle Akzente.
Sein Atelier hoch über der Geschäftsstraße, musste er, als die Miete mehr und mehr stieg, aufgeben. Ein neues Atelier mit viel Licht und mit einem großen Archivraum fand er in der Friedenstraße.
Mathematik und Geometrie haben den Maler, der bis zu seinem Ruhestand u.a. als Theatermaler am Deutschen Theater und am Berliner Ensemble tätig war, seit jeher fasziniert. Bereits in den siebziger Jahren entstanden seine ersten grafischen Blätter, die er „mit Erlaubnis“ an den Großrechnern der Akademie der Wissenschaften Adlershof erarbeiten durfte, um sie dann per Siebdruck zu drucken. In den geometrischen Formen und Farben forscht er – „Faust“ gleich – nach Lösungen. Er will wissen, was Fläche, Raum, Formen und Farben zusammenhält. Horst Bartnig erkundet die „unerschöpfliche“ Mathematik mit Malerei. Die Bilder, die er mit Pinsel und Farbe auf die großen Flächen bringt oder am Computer komponiert, sind vorher präzise gedacht und skizziert. Die Großformate aus immer wiederkehrenden, in der Länge begrenzten, Balken oder Linien unterschiedlicher Breite in den Grundfarben gelb, rot und blau, die gemischt violette, türkisfarbene, grüne Töne u.v.m. ergeben, lassen den Betrachter nicht los. Die Ordnung in Bartnigs Werken inspiriert ständig auf Neue. Tausende Möglichkeiten gibt es, wenn er den Würfel, der wiederum aus einzelnen zusammengesetzten Quadern besteht, zusammensetzt und wieder auseinandernimmt. Zukünftig wird er dem Würfel alle Farbvarianten zuschreiben, die ihm möglich sind. Das Ringen um Form, Farbe und die mathematische Formel, die ihr zugrunde liegt, lässt ihn nicht los.

Rosemarie und Kalle Mannigel

Rosemarie und Karl-Heinz Mannigel haben sich vor mehr als 50 Jahren in Adlershof getroffen und lieben gelernt. Und die Liebe hält bis heute. Karl-Heinz Mannigel, vielen als Kalle bekannt, wurde – laut Geburtsurkunde – in der Radickestraße geboren und lebt heute in einer Siedlung unweit der Dörpfeldstraße. Sein Zuhause ist und bleibt Adlershof und er hofft, dass durch das Aktive Zentrum die Lebensqualität noch gesteigert wird.
Bei Berlin Chemie hat er nicht nur seinen Beruf gelernt, er hat auch bis zu seinem Renteneintritt hier gearbeitet. Rosemarie, ursprünglich aus der Oberlausitz stammend, wurde seine große Liebe. Mit ihr hat er drei Kinder und vier Enkel, die auch im Kiez zu Hause sind.
Bereits als junger Mann war er begeistert vom Ballsport. Sein Engagement galt dem Fußball und der Begleitung von Kindern und Jugendlichen im SV Berlin-Chemie Adlershof. Große Anerkennung wurde ihm zuteil als ein KALLE-MANNIGEL-POKAL von der Fußball-Jugend-Berlin gestiftet wurde.
Seit er im Ruhestand ist, verwirklicht er einen weiteren Lebenstraum. In seinem Garten hat er eine überdimensionale Eisenbahnanlage aufgebaut, auf der mehrere elektrisch betriebene Züge, ein Stellwerk, Bahnhöfe, Städte und Bauernhöfe, Menschen und Tiere eine Heimstadt gefunden haben. Ehefrau Rosemarie übernimmt die Gartenpflege in und um die Eisenbahnanlage. Oft haben die Mannigels Besuch von Kindergartengruppen, die die Miniatureisenbahn bestaunen.